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Elchinator Männlich

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Mittwoch, 9. September 2009, 20:35

WE SCAR AWSS


Hersteller: WE / WETTI
System: Gas Blowback, Hop Up einstellbar
Kaliber: 6 mm BB
Gewicht: 3162 g
Länge: 775 mm
Stärke: 2,3 Joule (AWSS Version!)
Material: Metall und Kunststoffteile
Magazinkapazität: 30 Schuss
Preis: 330,- Euro


Einleitung

Als Sniper Airguns die Kooperation mit WETTI begann, war schon klar, daß das SCAR umgehend importiert werden sollte. Als echte Alternative zu den (mittlerweile) unzähligen M4-GBB-Varianten würde es zweifellos eine Menge Käufer finden. Und selbstverständlich sollte die optisch schönste Variante nach Deutschland kommen - die CQC in Tan. Denn das SCAR ist eine der wenigen Waffen, die man fast nur in diesem Farbton sieht. Obwohl es natürlich auch RS-Modelle in schwarz gibt. Aber die wirken schon wieder so unauffällig, daß man sie auf den ersten Blick für ein aufgemotztes M4 halten könnte.

Und so verbrachte ich mal wieder den Abend mit dem Pakettracking und der F5-Taste, in freudiger Erwartung, was der Paketbote wohl bringen würde. Leider habe ich ihn morgens nur um wenige Minuten verpaßt und mußte bis zum Abend warten, um das Paket endlich öffnen zu können.



Lieferumfang

Nachdem ich mich durch eine erstaunlich große Menge Styroporchips gewühlt hatte - die eigentliche Verpackung ist im Vergleich zum Versandpaket erstaunlich klein - kam die braune Pappschachtel endlich zum Vorschein. Den Deckel aufgerissen und...

...es schneit... 8|

Bei Sniper Airguns hatte man es besonders gut gemeint, weil die Waffe wegen des Umbaus auf Semi aus ihren Kabelbindern befreit worden war. Also hatte man den Karton ebenfalls mit Chips gefüllt, damit nichts hin und her schlägt. Im Grund ja eine gute Sache. Und hätte ich den Deckel langsam geöffnet, wäre wohl nicht viel passiert. Also merken - Deckel immer l-a-n-g-s-a-m öffnen. ;)

Im Karton findet sich dann die übliche Ausstattung mit Waffe, Magazin, Speedloader und Anleitung. WE investiert halt lieber in das Produkt und nicht in tolle Verpackungsdesigns und billige Kugeln.



Erster Eindruck

Zunächst einmal wirkt die Waffe ungewöhnlich! Das ins goldfarbene spielende Finish des Upper Receivers, das sandfarbene Griffstück und die Schulterstütze. Und dann der Lauf in schwarz, mit grauem Gasregulator. Das SCAR Gen. III wirkt aber trotzdem einheitlicher und mehr aus einem Stück, als die Gen. I, die irgendwie wie ein uneheliches Kind von M4 und XM-8 aussah...



Die Magazine sind identisch mit der M4-Serie, beim SCAR nur sandfarben lackiert. Eine eigene Magazinhülle, die das Magazin anders aussehen lassen würde, wäre allerdings noch schöner gewesen. Vielleicht kommt ja mal ein Tuninghersteller auf die Idee, PMAGS herzustellen.

Der Upper Receiver besteht aus eloxiertem Aluminium, wie oben schon gesagt, in einem goldfarbenen Ton. Es glänzt nicht so stark wie Chrom, ist aber auch nicht so gedeckt wie schwarzer oder generell matter Lack. Die Markings sind, wie beim Original, eher unauffällig auf der linken Seite: "MK16 MOD 0", "Cal. 5.56 MM" und eine individuelle Seriennummer sind eingraviert. Dazu in Deutschland noch das F und die Importeursmarkings. Das "FN Herstal" fehlt hier natürlich, aus lizenzrechtlichen Gründen. WE läßt es direkt bei der Produktion weg, das erspart den deutschen Käufern eine mit Trennschleifern verschandelte Oberfläche.

Der Lower ist aus sandfarbenem Plastik und wirkt zunächst nicht ganz so massiv, wie zum Beispiel das Plastik beim M4/M16. Auf der anderen Seite habe ich noch nichts von Problemen an dieser Stelle gehört. Es knarzt und wackelt auch nichts oder läßt sich leicht eindrücken. Es gibt eine eben noch fühlbare Naht, aber keine Grate oder Kanten. Die Oberfläche ist leicht angerauht und sehr griffig.

Der Selector bewegt sich - im Unterschied zu AR-15-Varianten - insgesamt nur um 90°. Er rastet aber sauber in jeder Stellung ein und hat bei "Semi" noch eine fühlbare Markierung. Die Umgewöhnung für M4-Besitzer sollte also unproblematisch sein.



Wenn man die Waffe dann das erste Mal in die Hand nimmt, ist man erstaunt über das scheinbar geringe Gewicht. Tatsächlich ist die Waffe aber nur gut ausbalanciert und das Gewicht liegt in der gleichen Größenordnung, wie ein Metall-M4 mit RIS! Mit einem Vordergriff liegt das SCAR direkt ganz natürlich im Anschlag.

Die reich bebilderte Anleitung hinterläßt auch diesmal zwiespältige Gefühle. Einerseits ist das feldmäßige Zerlegen sehr ausführlich beschrieben, auf der anderen Seite fehlt auch hier ein Hinweis auf die Hop-Up-Einstellung oder die Verstellung der Wangenauflage. Beides ist kein Hexenwerk und wenn man weiß, wo es sein müßte, findet man es auch. Aber es hätte trotzdem in die Anleitung gehört.


Technik

Als erste Bilder des WE SCAR auftauchten, bezeichneten viele das als "M4 in neuem Gehäuse". Aber so einfach hat es sich WE nicht gemacht! Natürlich ist die zugrundeliegende Technik die Gleiche. Und es gibt auch Teile, die zwischen den Modellen ausgetauscht werden können. Aber es sind wenige!

Das SCAR hat einen völlig anderen Verschlußträger und eine andere Rückholfeder. Das komplette Gehäuse ist ebenfalls anders konstruiert. Lediglich beim Abzugsmechanismus und dem Hop-Up dürften Teile austauschbar sein.



Aber fangen wir mal mit den Äußerlichkeiten an. Die Schulterstütze wirkt mit den vielen Eintelteilen auf den ersten Blick hochtechnisch und kompliziert. Sie bietet allerdings auch mehr Möglichkeiten, als der gewöhnliche M4-Schaft. Zunächst einmal ist sie vollständig umklappbar, was beim M4 schon technisch nicht möglich ist. Dazu genügt ein Druck auf den halbrunden Knopf. Sie rastet dann mit einem Haken am Hülsenabweise ein. Zum Lösen reicht ein leichter Ruck. Als nächstes ist die Länge in sechs Stufen verstellbar, dazu muß der Schieber am hinteren Ende nach unten gedrückt werden. Als letztes gibt es noch eine verstellbare Wangenauflage, die allerdings nur drei Stufen hat.



Die Visierung ist komplett umklappbar, der Kornträger durch Knopfdruck, die Lochkimme einfach durch eine einfache Rast. Die Kimme ist über eine Rändelung ebenfalls in der Höhe verstellbar und mit zwei seitlichen Schrauben in der Horizontalen. Die Einstellung erfolgt beim Korn genau wie beim M4, indem ein kleiner Sperrpin heruntergedrückt wird und man das Korn eine Position weiter herein oder herausdreht. Beim Original genügt dazu eine Patrone, die man bei Airsoft eher selten zur Hand hat. Besser geht es ohnehin mit einem speziellen Tool. Notfalls geht es aber auch mit einem Schraubenzieher.
Bei mir hatte der Kornträger etwas seitliches Spiel, was aber daran lag, daß sich die Madenschraube am Sockel etwas gelöst hatte. Eine Vierteldrehung mit dem Inbus und alles saß wieder fest.



Beim Flashhider hat WE offenbar während der Produktion auf die Kundenwünsche gehört und von einem 14mm+ auf ein 14mm- Gewinde umgestellt. Damit passen auf Waffen mit Seriennummern ab 1500 die üblichen AEG-Flashhider und Schalldämpfer. Die Besitzer früherer Waffen sind auf Adapter oder viel Glück angewiesen. Vielleicht gibt es aber auch mal einen Austauschlauf im Handel.

Beim Durchladen fällt auf, daß das Gehäuse oben offen ist und man durch die Löcher auf den Verschlußträger sehen kann. Was bei der realen Waffe der Kühlung dient und dank ausreichender Toleranzen auch im Wüstenklima nicht zu Versagern führt, ist bei einer Airsoft nicht unproblematisch! Hier kann sehr leicht Dreck eindringen, der die Waffe dann blockiert. Das kann bei einem M4 oder M16 im Prinzip zwar auch passieren, aber bei geschlossener Staubklappe nicht ganz so leicht. Besitzer eines SCAR sollten also immer ein Auge auf Verschmutzungen in diesem Bereich haben und die Waffe nach einem Spieltag gründlich reinigen. Aber das sollte man bei GBBs sowieso.



Das feldmäßige Zerlegen geht fast schon erschreckend einfach! Das Magazin herausnehmen und die Waffe durchladen und sichern. Nun den Gehäusepin vorne herausdrücken und den Durchladehebel zwei Zentimeter nach vorne gedrückt halten. Jetzt läßt sich das Griffstück nach unten abnehmen.
Den Durchladehebel wieder loslassen und die Schulterstütze nach unten abziehen. Jetzt kann die Rückholfeder samt Führungsstange herausgezogen werden.
Den Verschluß zurückziehen, bis der Durchladehebel auf Höhe der Öffnung ist. Jetzt kann der Hebel einfach herausgezogen werden. Nun nur noch den Verschluß aus dem Gehäuse nehmen und das war's.



Zum weiteren Zerlegen, also um beispielsweise den Lauf auszubauen, benötigt man Werkzeug. Eines davon ist in der Waffe versteckt! Der Gasregulator läßt sich herausdrehen und entpuppt sich als Torxschrauber. Damit können dann die Schrauben am Gehäuse entfernt werden. Ein Video dazu findet man hier:
http://www.youtube.com/watch?v=2Y9OCt89jyU



Mit einem Magneten bin ich mal auf die Suche nach den Stahlteilen gegangen, da man rein vom Aussehen und dem metallischen Äußeren nicht auf das Material schließen kann. Aus Stahl wären demnach der Flashhider, der Durchladehebel, Bolt-Catch, Kimme und Korn sowie diverse Schrauben und Pins. Alle größeren Teile sind dagegen aus Aluminium oder Zinkdruckguss. Der Zylinder ist, wie auch beim M4, aus Messing.


Schußtest

Den mitgelieferten Speedloader habe ich, wie schon beim M16, ganz schnell verschwinden lassen und stattdessen einen von TM verwendet. Damit ist das Magazin innerhalb weniger Sekunden gefüllt.

Inzwischen gibt es auch sandfarbene Gasmagazine einzeln im Handel zu kaufen, allerdings noch keine mit CO2. Selbstverständlich lassen sich aber die dunklen Magazine der M4-Serie verwenden. Die sehen sogar nicht einmal schlecht in der Waffe aus!



Der Verschlußfang läßt sich auch hier ein- und abschalten, indem man den kleinen Schieber oben auf dem Magazin betätigt. Der Verschlußfang selbst arbeitet genau wie bei der M4/M16-Serie. Ich hatte aber nicht die Probleme, die von den früheren Modellen berichtet wurden. Dort konnte es vorkommen, daß der Verschlußfang nicht oder nur unzuverlässig arbeitete.

Hat man dann das Magazin eingesetzt und lädt durch, fällt auf, daß der Rücklauf des Verschlusses sehr kurz ist. Kürzer jedenfalls, als bei den M4-Varianten. Dies wurde von WE absichtlich so konstruiert, um rechtliche Probleme wegen zu hohem Realismus zu vermeiden. Offenbar fürchten sich die Offiziellen in einigen Ländern wieder einmal vor Umbauten zu scharfen Waffen. Unnötig zu sagen, daß dies schon aus anderen Gründen niemals funktionieren würde...



Im Schuß ruckt die Waffe ordentlich in der Schulter. Trotzdem ist sie enorm präzise, wie das Schußbild (auf 8 Meter Entfernung) zeigt. Die Streuung lag in einem Bereich von 3 Zentimetern. Allerdings ist das ein eher durchschnittliches Ergebnis für diese Waffe. Es geht auch besser: ein paar Mail dachte ich schon, das Magazin wäre leer und der Bolt-Catch versagt, weil auf der Zielscheibe keine neuen Einschläge kamen. Die sind bei der "Shoot-N-C" Scheibe eigentlich gut zu erkennen. Erst bei näherem Hinsehen habe ich dann bemerkt, daß die Löcher so dicht lagen, daß man sie von weitem nicht mehr unterscheiden konnte... Und das mit Ironsights freistehend geschossen! Besser kann es bei einer Airsoft nicht mehr werden.



Auch hier ist es wieder so, daß die Schußstärke mit CO2 etwas abnimmt, dafür der Rückstoß aber stärker wird. Dies verursacht dann auch die Probleme mit der Rückplatte (siehe unten, "Tuning").

Die Stärke lag im Mittel bei 2,3 Joule mit Greengas und 2,0 Joule mit CO2. Wie immer bitte beachten, daß dies die Werte der AWSS-Version sind, die Standardversion liegt deutlich darunter!
Eine Füllung mit Greengas reicht ungefähr für eine Ladung mit 30 BBs, bei CO2 sollte man die Kapsel ebenfalls nach einer Ladung Kugeln wechseln. Der Verbrauch ist aber sehr stark von Temperatur und Schußverhalten abhängig.



Tuning

Da das reale SCAR bisher auch nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen eingeführt wurde, sieht es mit RS-Ersatzteilen eher mau aus. FN selber beliefert den Privatmarkt überhaupt nicht mit Teilen. Mit der Verbreitung des SCAR bei amerikanischen Polizeibehörden könnte aber auch hier etwas Bewegung in den Markt kommen. Grundsätzlich passen aber z.B. RS-Pistolengriffe, die auch beim WE M4 passen.

Bei den Airsoftteilen sieht es aktuell auch noch eher dünn aus, weil die Dritthersteller kaum Teile für das SCAR im Programm haben. Damit ist aber innerhalb von ein paar Wochen zu rechnen! Ein längerer Außenlauf für den Umbau auf die Standardversion wäre eine nette Idee.... ;)

Weiterhin kann man das SCAR auch sehr gut mit einem ELGM Granatwerfer ausrüsten. Passende Modelle gibt es von Ares/Star, sogar in einer speziellen Variante für WE.



Nachdem in ausländischen Foren berichtet wurde, daß beim Gebrauch von CO2-Magazinen die Rückwand im Gehäuse einreißen kann, habe ich bei meiner Waffe vorgesorgt. Die Belastung durch die Rückholfeder ist hier größer, weil die CO2-Magazine einen stärkeren Rückschlag verursachen. WE hat sich der Problematik bereits angenommen und produziert bereits metallverstärkte Rückwände, die sicherlich auch bald in Deutschland erhältlich sein werden. Erfahrungsgemäß werden diese Teile zu einem sehr günstigen Preis verkauft, bei bereits beschädigten Rückwänden greift ohnehin die Gewährleistung.

Wer die Gefahr bis zum Austausch verringern will, kann die Rückseite der Federführungsstange mit etwas Moosgummi (z.B. von einem Mauspad oder aus dem Bastelbedarf) abdämpfen.



Fazit

Wie ist nun die Eignung als Airsoftwaffe? Nach meiner Meinung sehr gut! Es ist eine enorm stabile Waffe, näher am Original als jede andere Airsoft-Kopie. Die Haptik überzeugt sofort und man hat nie den Eindruck, man müsse jetzt besonders vorsichtig damit umgehen. Die Schußstärke liegt zwar im oberen Bereich (bei voll aufgedrehtem Ventil auch darüber), aber es ist Sache der Spieler, welche Stärke noch akzeptiert wird und auf welche Entfernung. Das SCAR läßt sich auf durchaus übliche 1,5 Joule herunterregeln. Das Argument, die Waffe wäre ab Werk zu stark für Spiele stimmt so einfach nicht. Zu stark für kurze Entfernungen, für die man eine CQC-Version eigentlich anschafft. Das ja. Aber mit der sehr guten Präzision eignet sich das SCAR eben auch für mittlere bis große Entfernungen.

Ob das SCAR jetzt, wie schon das M4, auch als PTW taugt, ist schwieriger zu beantworten. Systembedingt gibt es ein paar Schwachstellen, die einen zu rauen Umgang nicht zulassen. Das sind zum einen die Plastikteile, die nicht ganz die Stabilität der RS-Teile haben. Zum anderen gibt es auch hier einige Zinkdruckgussteile. Und nicht zu vergessen den Upper aus Aluminium.

Man sollte also nicht versuchen, mit dem SCAR Türen einzuschlagen oder es, John-McClane-like, als Wurfanker verwenden. Aber für Ausbildungszwecke, um den richtigen Umgang mit einer Waffe zu erlernen, ist das WE SCAR ideal! Und die AWSS-Version ist perfekt für Spieler und Sammler, die etwas Besonderes wollen. Ich persönlich habe meine neue Lieblings-GBB gefunden!



Geschichte

Das SCAR (Special Operations Forces Combat Assault Rifle) ist eine Waffe, die ihre Existenz der mehr als wirren Beschaffungsstruktur der amerikanischen Streitkräfte verdankt. So hat seit 2001 das US-SOCOM, das zentrale Oberkommando über die Sondereinheiten von Army, Navy und Air Force, den Status einer Teilstreitkraft. Und damit die Befugnis, eigene Waffensysteme zu entwickeln und zu beschaffen.
Und so verwundert es auch nicht, wenn neben dem Programm der Army, einen Ersatz für das schon lange veraltete M4 zu finden, nun plötzlich ein eigenes Programm des US SOCOM läuft. Und trotz der weit vorangeschrittenen Entwicklung des XM8 plötzlich neue Anforderungen kommen, neue Mitbewerber und letztlich eine neue Waffe.

So sollte, aus den Erfahrungen von Afghanistan und dem Irak bedingt, das neue Waffensystem modular aufgebaut sein und einen schnellen Kaliberwechsel ermöglichen. Viele Einsätze hatten gezeigt, daß es ein enormer Vorteil sein kann, die Munition der Gegner einfach aufsammeln und verwenden zu können. Daher sollte das neue Sturmgewehr die Kaliber 5,56/7,62/... ohne große Umbauten verschießen können. Allerdings nicht aus einer einzigen Waffe, sondern aus zwei "Plattformen", die aber zu großen Teilen identisch aufgebaut sein sollten. Der Umbau auf ein anderes Kaliber sollte im Wesentlichen durch den Austausch der Laufeinheit abgedeckt sein.

Dazu kamen dann noch weitere Anforderungen, wie eine ausreichende Menge von Schienen für die unzähligen Anbauten des SOPMOD-Kits. Verbunden mit dem Wunsch, daß diese nicht mehr die Treffpunktlage beeinflußen, wie es noch beim AR-15 der Fall gewesen ist. Dazu dann noch ein längenverstellbarer, abklappbarer Hinterschaft, beidseitige Bedienelemente und vieles mehr.

Schon früh setzten sich die eingereichten Entwürfe von FN und Colt von den anderen ab. Und wir alle wissen ja nun, wer das Rennen letztlich gemacht hat. FN Herstal hat schon früh das richtige Gespür bewiesen und eine neuentwickelte Waffe vorgestellt, anstatt wie HK auf einem vorhandenen System (G36/XM-8 ) aufzusetzen und nur kosmetische Änderungen durchzuführen.



Links
http://world.guns.ru/assault/as70-e.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/FN_SCAR
http://www.fnherstal.com/
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

<- NSA/XKeyScore jamming active

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