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Elchinator Männlich

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Dienstag, 8. Februar 2011, 20:57

WETTI T91



Modell: T91
Hersteller: Wei-E Tech / WETTI
System: Gas Blowback, Hop Up einstellbar
Kaliber: 6 mm BB
Max-Energie: bis ca. 2,3 Joule ( Temperatur- und Gasabhängig )
Material: Metall und Kunststoffteile
Magazinkapazität: 30 Schuss
Gewicht: ca. 3285 gr
Länge: ca. 818 / 900 mm


Einleitung

Einen gewissen Nationalstolz muß man WE wohl unterstellen, wenn sie eine Waffe wie das T91 auf den Markt bringen. Immerhin war die Waffe bis dahin in der westlichen Welt höchstens Experten bekannt. "Ein taiwanesischer AR-15-Nachbau" haben die meisten wohl gedacht. Aber das ist nur bedingt richtig. Das "Type 91" ist eine Weiterentwicklung des AR-15, kein Klon. Aber mehr dazu im Abschnitt "Geschichte".

Kommen wir jetzt zur Airsoft. WE hat die T91 sicherlich mehr mit dem Blick auf den heimischen Markt gebaut. Ein weltweiter Erfolg war sicherlich weder beabsichtigt, noch wird er angesichts der anderen erfolgreichen Modelle aus eigenem Hause eintreten. Aber das T91 ist eine Alternative für alle, die eine seltene Waffe suchen, die auf jeden Fall erst einmal auffällt!


Lieferumfang

Wie alle WE-Langwaffen, wird auch das T91 in einem einfachen braunen Karton geliefert. Lediglich der Aufdruck in der Ecke verrät, um welche Waffe es sich handelt. Mitgeliefert werden, eigentlich wie immer, eine englische Anleitung eun ein Speedloader. Sniper Airguns legt aber selber noch eine deutsche Kurzanleitung und ein Barrel-Nut-Tool dazu! Dieses Beispiel könnte ruhig mal Schule bei anderen Händlern machen, denn gerade solche Spezialwerkzeuge sind oft nur schwer (oder teuer) zu bekommen!


Erster Eindruck

Die Waffe selbst wirkt einerseits vertraut, durch die Abstammung vom M4. Auf der anderen Seite ist sie schon ungewöhnlich, mit dem trapezförmigen Vorderschaft, der etwas anders geformten Schulterstütze und einer Lauflänge zwischen M4 und M16. Wie alle AWSS-Waffen hat sie in Deutschland keinerlei Markings, abgesehen von der Beschriftung des Feuerwahlhebels. Hier fällt dann auch gleich die erste Abweichung vom Original auf: es fehlt der 3-Schuß-Burst. Während der Hebel bei der echten Waffe um 360 Grad drehbar ist und vier Modi aufweist, sind es hier die vom AR-15 bekannten drei mit einer Sperre nach 180 Grad. Etwas schade, auch wenn ein solcher Modus in Deutschland wieder deaktiviert umd somit überflüssig wäre. Die Optik eines solchen Lower Receivers wäre ein weiteres Kaufargument gewesen. Hier hat WE sicherlich an der falschen Stelle gespart.
Der Upper Receiver ist ebenfalls etwas zwiespältig einzustufen. Auf der einen Seite ist er ganz klar für das T91 produziert worden, der er hat, ganz korrekt, keinen Forward Assist und einen anders geformten Shell Deflector. Nur ist der Upper, ganz entgegen der bisherigen AWSS-Standards, schwarz lackiert... Bei der Testwaffe war dann durch einen Fehler auch noch der Verschluß der M4-Version mit (nun funktionslosen) Rillen für den Forward Assist verbaut.... Zum Glück hat Sniper-AS die richtigen Verschlüsse vorrätig und tauscht diese aus, falls es noch einmal vorkommen sollte.

Was WE aber hier geritten hat, einerseits einen speziellen Upper teuer zu produzieren, dann aber wieder an der Eloxierung zu sparen, konnten wir nicht ergründen.
Dafür ist aber die restliche Waffe sauber eloxiert und auch der Lack ist nicht ganz so empfindlich, wie es bei Waffen aus weichen Metallen häufig der Fall ist.
Die Plastikteile - Vorderschaft, Hinterschaft und Pistolengriff - sind auf dem bekannten, stabilen ABS geformt. Der Vorderschaft ist dabei sehr verwindungssteif und knarrt auch nicht. Der Hinterschaft hat das übliche Spiel, wie man es für Teleskopschäfte kennt. Beim Testmodell war es aber nicht so stark, daß man mittels Teflonband hätte nachhelfen müssen. Die Waffe liegt gut im Anschlag und wackelt nicht in der Schulter.



Das T91 zeichnet sich außerdem noch durch eine eigene Visierung aus, bestehend aus einem kompakten Gasblock mit Korn und einem abnehmbaren Rear Sight. Dabei sollte man beachten, daß das Rear Sight den Platz für weitere Zieloptiken etwas einschränkt. Ein ACOG oder Eotech 552 paßt hier nur, wenn man das Rear Sight entfernt!

Am Lauf zeigen sich dann weitere Abweichungen zur AR-15-Serie. Der Lauf selber ist glatt, ohne die Verengungen, die man vom M4 kennt. Er ähnelt dem Lauf des M16. Der Flash-Hider ist allerdings wieder unzweifelhaft eine Sondervariante. Er hat zusätzliche Gasbohrungen im hinteren eil und ist zwei Zentimeter länger, als der "Birdcage" Flash-Hider des M16.



Technik / Wartung

Im Inneren des T91 werkelt die schon vom M4 Gen. III bekannte Technik. Alle Teile, bis auf den Lauf, sind auch mit diesem austauschbar. Selbstverständlich ist das T91 auch CO2-fähig und schluckt die CO2-Magazine vom M4 ohne Probleme. Selbstverständlich sind auch wieder die Messingröhre und das vielgescholtene Hop-Up vorhanden, wobei letzteres, einmal eingestellt, gar keine Probleme machte. Man muß nur schwere Munition verwenden.

Da für die AR-15-Serie bereits das OpenBolt-Umbaukit angekündigt ist, drängt sich die Frage auf, ob dieses auch für das T91 passen wird. Die Antwort ist allerdings nicht ganz einfach. Mechanisch wird alles passen, keine Frage. Nur besteht das OB-Kit unter anderem auch aus einer neuen Hop-Up-Einheit mit passendem Inner-Barrel! Da das T91 eine andere Lauflänge hat als M4 oder M16, müsste es hier schon ein spezielles Kit geben, will man nicht auf Bastellösungen zurückgreifen. Daher sollte man einen solchen Umbau nur machen, wenn es auch passende Inner-Barrels gibt. Davon abgesehen gibt es aber keinen Grund auf das neue System zu verzichten.




Schußtest

Beim Schußtest gibt es dann noch eine eine Überraschung! Getestet wurde mit 0,43er King Arms BBs. Und diese kamen im Mittel auf 134 m/s, das sind umgerechnet 3,9 Joule! Selbst mit CO2, das ja eine geringe Schußleistung, aber dafür einen stärkeren Rückschlag hat, kam die Waffe noch über 3 Joule. Das ist natürlich enorm stark und weit mehr, als bei meinem M16. Ein kurzer Check des Nozzles zeigt dann auch, daß dieses fast voll aufgedreht war. Somit sollte sich das T91 aber auch wieder auf gemäßigte Werte herunterregeln lassen.

Die Präzision war in jedem Fall sehr gut und wie von den AWSS-Waffen gewohnt. Auf 10 Meter ergab sich eine Streuung von etwa 2,5 Zentimetern, die Reichweite sollte mit dem M4 (effektiv bis ca. 45 Meter) vergleichbar sein.




Tuning

An äußerem Tuning hat man fast das ganze Sortiment der AR-15-Varianten zur Verfügung. Vielleicht ausgenommen der Vorderschaft, aber genau dieses markante Teil wird man wohl auch nicht austauschen wollen. Zusätzlich ergeben sich durch die kleine Picatinny-Schiene unter dem Gasblock noch Möglichkeiten, ein Zweibein zu montieren.

Im Inneren hat man dann die volle Auswahl aus den bekannten Tuningkits von TS Custom und RA-Tech. Ein Tuningbarrel ist mir bisher nicht bekannt, allerdings würde sich ein M16-Barrel notfalls kürzen lassen.




Fazit

Was die Äußerlichkeiten angeht, hinterläßt das T91 einen gemischten Eindruck. Einerseits betreibt WE einen Risenaufwand, so viele Details nachzubilden, die das T91 von der anderen AR-15-Varianten unterscheiden. Auf der anderen Seite schlampt man dann bei der Eloxierung des Uppers und der Gestaltung des Lowers. Hier hätte man leicht Punkte gut machen können.
Man muß aber auch sagen, daß zumindest die Sache mit den Feuermodi in Deutschland irrelevant ist, da man sie hier weder benutzen könnte, noch es Systemsammler gibt, die auf ein originalgetreues T91 Wert legen. Aus der Sicht von deutschen Spielern hat der AR-15-Lower eher noch Vorteile, was die Ersatz- und Tuningteilversorgung angeht.



Geschichte

In Taiwan gibt es eine Jahrzehnte alte "Tradition", amerikanische Sturmgewehre in Lizenz nachzubauen und an die eigenen Erfordernisse anzupassen. So wurde schon das M14 als "Type 57" in Taiwan gebaut und natürlich später das M16A1 als "Type 65". So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch das M4 als "Type 86" seinen Weg nach Taiwan fand. Die neuste Verbesserung, das "Type 91", kombiniert nun ein Piston-System, wie man es vom HK 416 kennt, mit eine 16-Zoll-Lauf und trapezförmigen Vorderschaft. Eigenheiten, wie eine anders geformte Schulterstütze, der fehlende Forward-Assist oder eine veränderte Visierung gibt es ebenfalls. Neben Taiwan setzen auch Länder wie Indonesien, Kuwait oder Jordanien das T91 ein.
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

<- NSA/XKeyScore jamming active

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