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Elchinator Männlich

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Freitag, 3. August 2012, 22:27

WE F226/Seal Team 6



Modell: Seal Team 6
System: Gas Blow Back, einstellbares Hop Up
Kaliber: 6mm BB mm
Max-Energie: ca. 0,9 Joule
Material: Metall- und Kunststoffteile
Magazinkapazität: 25 BBs
Gewicht: 0.875 kg
Länge: 201 mm



Einleitung

Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Dienstpistolen, wie 1911, Beretta 92 oder USP, gehört natürlich auch die SIG P226. Trotzdem ist sie bei Airsoft, im Vergleich zu den Erstgenannten, eher stiefmütterlich behandelt worden. Auf dem GBB-Markt gibt es nur noch KJW, KWA und Tokyo Marui. Und in allen Fällen nur eine Variante mit Schiene. Eine Version ohne Rail kriegt man bestenfalls noch auf dem Gebrauchtmarkt. Dabei wäre das genau die Version, die von britischen Truppen oder der deutschen Polizei verwendet werden.

In diese Lücke schlägt nun WE. Fast. Denn zum einen gibt es direkt beide Versionen, mit und ohne Rail, zum anderen sind die mit "F226" und "SEAL TEAMSIX" beschrifteten Waffen keine Lizenzversionen. Aber beginnen wir mit dem


Lieferumfang

Endlich sind auch bei WE die bedruckten Kartons angekommen, bei denen man schon von außen erkennt, was drinnen ist. Vorbei die Zeiten der schlichten braunen Einheitsverpackungen. Und auch im Inneren ist man beim Marktüblichen geblieben, ein simples Styroporinlay, ohne Stoffbezug oder Beigaben. Nur die Pistole, das Magazin und eine Anleitung. Aber das war ja auch noch nie anders.




Erster Eindruck

Sehr auffallend sind die Farben - die Pistolen haben einen leichten Bi-Color-Look. Der Schlitten ist Blaugrau, das griffstück und die Bedienelemente anthrazitfarben. Und die Oberfläche ist wesentlich matter als bei allen anderen Pistolen von WE, sogar matter als die KnightHawk. Aber ich muß sagen, es sieht gut aus! Kein Vergleich zum speckig glänzenden Lack des Mitbewerbers! Dafür ist die Oberfläche etwas kratzempfindlicher als früher. Kratzer gehen zwar nicht direkt durch auf das Metall, man sieht nur sehr viel eher.



Wie bereits gesagt gibt es hier keine SIG-Markings, der Schlitten ist komplett blank. Da aber auch bei echten Waffen die Gravur sehr unauffällig ist, wirkt es sogar besser als weiß strahlende Markings. Dafür sind die Griffschalen beschriftet, links mit "F226", was akzeptabel ist, rechts dagegen mit "SEAL TEAMSIX" (ohne Leerzeichen zwischen "Team" und "Six"). Das wirkt unnötig und marktschreierisch, zumindest bei uns im Westen. Da wird man versucht sein, die Griffschalen so bald wie möglich gegen schlichtere zu wechseln.



Außerdem sind noch das :f: und die Importeursmarkings erwähnenswert, die durch die Eloxierung bis auf das blanke Metall gelasert wurden. Die stören den schönen matten Look ein wenig, lassen sich aber mit etwas Kaltbrünierung problemlos "tarnen".



Die beiden Varianten unterscheiden sich nur in der Schiene unter dem Griffstück und dem Magazinboden, der bei der Tactical verlängert ist, Die Magazine lassen sich aber beliebig zwischen den Waffen austauschen.


Technik

Zunächst einmal die brennendste Frage vorweg - wie sieht es mit der Kompatibilität zu KJW aus? Technisch sind beide Pistolen gleich aufgebaut, aber nicht identisch. Bis auf wenige Teile läßt sich nichts austauschen. Das äußert sich auch im einzigen wirklichen Ärgernis der WE: die fehlende Hahnrast.
Entspannt man die Waffe, springt der Hahn nicht komplett bis nach vorne, sondern etwas weiter hinten in die Hahnrast zurück. Bei der echten Waffe soll das verhindern, daß bei einem Sturz der Hahn die Patrone zündet. Bei der Airsoft sollte es einen Druck auf das Ventil verhindern - aber genau das klappt nicht. Man kann mit einem leichten Druck auf den Hahn das Ventil öffnen und das Gas strömt aus. Nimmt man dagegen das Magazin raus und entspannt den Hahn vollständig, wird der Valve-Knocker vom Magazin angehoben und erreicht das Ventil erst wieder, wenn die Waffe gespannt wurde.

Aber das kann ja nicht der Sinn einer Entspannfunktion sein. Zum Glück haben wir bereits ein How-To von KSJoker, das sich der Problematik annimmt, Und vielleicht wird auch Ra-Tech bald ein funktionierendes Austauschteil anbieten. Ärgerlich genug, offenbar hat man sich bei WE um Millimeterbruchteile bei der Bemaßung geirrt.



Dafür ist dann die Umsetzung der passiven Abzugssicherung gelungen. Diese verhindert, daß der Abzug auslösen kann, solange sich der Schlitten nicht in seiner vollständig geschlossenen Position befindet. Dabei drück der Schlitten einen Hebel im Griffstück nach unten und unterbricht so die Verbindung vom Abzug zum Hahn. Erst wenn eine Kerbe im Schlitten über diesen Hebel liegt, wird die Verbindung wieder hergestellt. Diese Funktion wurde originalgetreu vom echten Vorbild übernommen, das, wie die Airsoft, keine manuelle Sicherung besitzt. Die Schlagstücksicherung wurde aber sinnvoller Weise nicht nachgebaut, das wäre dann doch zu viel Realismus ohne echte Funktion gewesen.


Demontage

Um die F226 zu zerlegen, geht man zunächst wie gewohnt vor. Man entnimmt das Magazin, zieht den Schlitten komplett zurück und rastet den Slidecatch ein. Und kann der Zerlegehebel links um 90° nach unten gedreht werden. Dann hält man den Schlitten fest und löst den Slidecatch. Der Schlitten geht nach vorne vom Griffstück runter.
Jetzt kommt aber ein kleiner Trick! Weil die Federführungsstange ziemlich stramm gelagert ist, drückt man sie ganz nach vorne und entnimmt als erstes den Lauf! Die Federführungsstange läßt sich danach einfach herausnehmen. Der Zusammenbau erfolgt dann einfach in umgekehrter Reihenfolge.




Schußtest

Kommen wir zum Schußtest. Zunächst einmal ist der doch sehr heftige Rückschlag eine erfreuliche Verbesserung gegenüber den Mitbewerbern! Hier hat WE gezeigt, daß man kalte Gase nicht nur für extreme Schußstärke einsetzen kann. Die liegt nämlich mehr im Bereich zwischen 0,7 bis 0,9 Joule und ist damit völlig spieltauglich.
Der Abzugsweg ist auch bei Single-Action relativ weit, weiter als bei anderen Pistolen. Es fehlt auch ein klarer spürbarer Druckpunkt. Die Präzision ist ok, mit einem Streukreis von unter 5 Zentimetern auf 6 Meter Entfernung. Ein völlig normaler Wert für GBB-Pistolen und wegen des langen Abzugswegs auch kaum besser machbar. Dafür ist die Lautstärke ein wenig über der Norm, wenn auch nicht extrem. Es kracht halt richtig schön!




Fazit

Ob man jetzt lieber die Tactical mit Schiene nimmt, wie sie hauptsächlich bei den Amerikanern im Einsatz ist, oder die "glatte" ohne Rail für Briten und deutsche Polizeieinheiten - die WE F226 "Seal Team 6" ist eine grundsolide Gebrauchspistole. Kleine Schwächen, wie die fehlende Hahnrast werden hoffentlich schon mit der nächsten Produktionsreihe ausgemerzt, ansonsten ist der Markt auf jeden Fall um eine interessante Waffe bereichert worden. Oder mehrere. WE hat jedenfalls schon P228 und P229 angekündigt!




Geschichte

Das Unternehmen J. P. Sauer & Sohn wurde 1751 in Suhl (Thüringen) gegründet. Es produzierte zunächst Steinschloßwaffen für das kurfürstlich-sächsische Militär, später aber auch Jagdwaffen. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs mußte das Unternehmen von vorne beginnen, nach Annektierung der ursprünglichen Fabriken durch die Sowjets diesmal in Eckenförde, Schleswig-Holstein. 1970 wurde Sauer dann durch die SIG Holding aus Neuhausen (Schweiz) übernommen und fertigte auch deren Kurzwaffen wie die P220 und später die P226. Seit 2000 ist SIG Sauer GmbH & Co. KG im Besitz der L&O Holding, ebenso wie die amerikanische Schwester SIG Sauer Inc. in Exeter, New Hampshire, als auch die schweizerische SWISS ARMS in Neuhausen.

Mitte der 1980er beteiligte sich SIG Sauer auch an der Ausschreibung der US Army für eine neue Dienstpistole. Nur zwei Waffen schafften es damals in die Endausscheidung: die Beretta 92, die letztlich wegen geringer Preisvorteile gewann - und die SIG P226.

Die SIG P226 basiert auf der SIG P220, einer gemeinsamen Konstruktion von SIG und Sauer & Sohn, die bereits seit 1975 als Dienstpistole in der schweizerischen Armee eingesetzt wurde. Diese wurde durch ein zweireihiges Magazin und ein paar äußerliche Veränderungen aufgewertet. Unverändert blieb der modifizierte Browning-Verschluß mit offener Steuerkurve ("Browning-Petter-System").

Auch wenn SIG beim lukrativen Auftrag der US Army nicht zum Zuge kam, konnte sich die P226 später noch bei vielen Behörden, darunter auch deutsche Polizeieinheiten, durchsetzen. Auch ihre Nachfolger, wie die kompakte P228, sind bis heute im Einsatz.


Links

http://www.sigsauer.de/deutsch/sport/geb…tolen/p226.html
http://de.wikipedia.org/wiki/SIG_P226
http://world.guns.ru/handguns/hg/switch/…uer-p226-e.html
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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