Sonntag, 25. Juni 2017, 22:51 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: WE Airsoft Deutschland. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

FoxtrotWhiskey3

Moderator - GGE Reaper

Beiträge: 286

Wohnort: Koblenz

Themenstarter Themenstarter

1

Sonntag, 28. Oktober 2012, 21:43

WE F228 GBB

Review zur WE F228 GBB:

Einleitung:

Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Dienstpistolen, wie 1911, Beretta 92 oder USP, gehört natürlich auch die SIG P226. Trotzdem ist sie bei Airsoft, im Vergleich zu den Erstgenannten, eher stiefmütterlich behandelt worden. Die SIG 228 gibt es bis dato noch seltener und in Deutschland nur von KJW eine SIG 229. Eine Version ohne Rail und mit guter Verarbeitung sucht man indes vergebens. Dabei nutzen genau diese Pistole viele Polizeieinheiten und Sicherheitsfirmen.

In diese Lücke schlägt nun WE mit besagter Waffe ohne Rail und mit guter Verarbeitung ein. Schauen wir doch mal, was diese Waffe auszeichnet.

Verpackung:

Die WE kommt in einer schön aufgemachten und mit Styropor ausgekleideten Verpackung. Neben der Waffe ist nur noch das Magazin und ein Benutzerhandbuch enthalten, welches wichtige Informationen zum Umgang und Zerlegen der Waffe beinhaltet. Außerdem ist, wie bereits WE typisch, auf der letzten Seite eine Explosionszeichnung der Waffe. Die Waffe liegt sicher im Styropor gebettet und konnte so die Reise von Asien in die Deutschen Haushalte gut überstehen.





Wie man auf der Verpackung unschwer erkennen kann, nimmt WE Bezug auf die United States Marshals, welche die echte SIG 228 benutzen.




Im inneren die bereits angesprochenen Teile.








Erster Eindruck:

Entnimmt man die Waffe und lädt das Magazin, liegt diese solide und handlich in der Hand. Die Verarbeitung stimmt und das Gewicht auch. Die Waffe scheint kompakt, jedoch durch die Bauart bedingte weitere Form des Rahmens ist dieses Gefühl gleich wieder Wett gemacht.




Auffällig ist direkt der Bi-Color Look der Waffe. Der Rahmen ist in einem matten Anthrazit, der Schlitten in einem angenehmen blaugrau gehalten. Außerdem glänzen die Oberflächen nicht so extrem, wie man es bereits von anderen WE Modellen gewohnt ist. Auch ist der Kunststoff, welcher bei den Griffschalen verwendet wurde, sehr angenehm zu handeln und verleiht durch die Struktur einen gewissen Charme.

Leider ist die WE F228 keine Lizenzversion. So ist der Schlitten blank und auf dem Rahmen findet man leider auch keine eingravierten Markings. Nichts desto trotz hat WE daran gedacht wenigstens auf dem Lauf die Kaliberangabe einzugravieren.




Auch wurde auf der rechten Seite der Waffe auf Höhe des Dustcovers die obligatorischen Importeur-Markings angebracht. Diesmal nicht in glänzendem Weiß, sondern in einem schönen matten Grau.




Die Griffschalen wurden ein wenig durch fiktive Schriftzüge verziert. So findet man auf der linken Seite die Aufschrift "F228" und auf der rechten Seite die Aufschrift "Seal TeamSix"





Verarbeitung:

Die Waffe ist solide und für WE Verhältnisse sehr fein gearbeitet. Das sieht man bereits am Lack, welcher schön matt und gleichmäßig aufgebracht wurde. Auch macht der Lack den Anschein, als würde er länger halten als bei älteren WE Modellen. Zudem findet man auf der Waffe keine auffälligen Nähte oder Grate, was wiederum die feine Arbeit seitens WE unterstreicht. Selbst die Griffschalen wurden aus einem hochwertigen Kunststoff gearbeitet und weisen eine enorm griffige Oberfläche auf.




Wie man auf dem nachfolgenden Bild erkennen kann, sieht man keine auffälligen Nähte und Grate. Da hat WE sehr gute Arbeit geleistet. Auch der Abzug ist sehr fein gearbeitet. Keine Lackeinschlüsse und scharfe Kanten.




Selbst kleinste Details wie der geriffelte Rahmen im vorderen und hinteren Bereich wurde sehr fein von WE nachgestellt und verleit dieser kleinen Waffe die gute Griffigkeit.







Und schaut man sich nun auch mal am Lauf und am vorderen Ende um, so wird man feststellen das auch hier alles richtig gemacht wurde. Der Außenlauf sowie die Federführungsstange sind in einem matten schwarz gehalten und verleihen der Waffe das gewisse etwas. Auch hier wieder Arbeit bis ins Detail. Leider muss man hier feststellen das der Lack an stark beanspruchten Stellen sehr schnell zur Abnutzung neigt. Schade, da dieser sehr schön gearbeitet wurde.




Hier nochmal eine Übersicht über die rechte Seite, wo man auch gut die von Sniper aufgebrachten Markings erkennen kann. Auch fallen hier die Rillen am Schlitten ins Auge, welche dem Schützen das Durchladen der Waffe erleichtern. Dies ist in der Regel einer der Stellen, an welcher man unsaubere Lackarbeit feststellen kann. Nicht aber bei WE!




Auf diesem Bild wird nochmal der Farbunterschied der einzelnen Bauteile deutlich. Auch erkennt man hier die Kimme sowie das Korn.




Wenn wir schonmal von der Kimme und dem Korn sprechen, werfen wir doch gleich mal auf diese Teile einen genaueren Blick. Die Visierung ist, wie bei vielen Pistolen, fix. Sie kann somit nicht in Höhe und Richtung verstellt werden. Zu erst die Kimme:




Die Kimme ähnelt sehr einer alten 1911 Army Kimme. Keine weiß hinterlegten Anhaltspunkte und auch eher flach gehalten. Dennoch reicht die Kimme aus, um effektiv zielen zu können. Auffällig hier ist zudem der Firing Pin, welcher aus Stahl gearbeitet wurde. Nun das Korn:




Das Korn ist stabil ins Gehäuse der Waffe integriert und besitzt einen kleinen weißen Punkt. So wird dem Schützen ein schnelles und sicheres Zielen ermöglicht. In Kombination mit der Kimme ergibt dies ein stimmiges Bild. Selbst der weiße Punkt des Korn ist sehr genau gearbeitet und weist auch hier keine Lackeinschlüsse auf.




Sofern der Schütze möchte, kann er/sie mit Hilfe weißer Farbe die Kimme noch ein wenig besser kenntlich machen. Hierzu eignet sich der kleine rechteckige Einlass unter der Kimmenöffnung hervorragend.


Das Magazin:

Das Magazin fasst eine Kapazität von 19 BBs und verfügt über einen integrierten Gastank. Durch das kürzere Design des Magazins ist der Gastank auch ein wenig kleiner, als bei dem großen Bruder. Dennoch kann man ohne Probleme fast 2 Ladungen BBs mit einer Gasfüllung verschießen. Das ist nicht schlecht, bedenkt man, das bei den meisten Modellen meist nach ein bis eineinhalb Ladungen Schluss ist.




Das Magazin ist im übrigen aus Metall gefertigt und kann durch zurückziehen der Feder von unten befüllt werden.

Die Magazinlippen sind hingegen aus Kunststoff gefertigt, was ja normal unter GBB Pistolen ist. Auch die Gasöffnung ist verhältnismäßig groß, was wiederum eine erhöhte Gaszufuhr zur Folge hat.




Die Technik:

Einen Punkt hat WE jedoch in diesem Modell nicht übernommen. Die Hahnrast funktioniert bei dieser Waffe, nicht wie bei der WE F226, wie sie soll. Das war bei dem großen Bruder leider nicht der Fall. Betätigt man den Entspannhebel, so schnellt der Hammer nicht bis nach vorne vor, sondern verharrt in einer Halbrast-Position, mit welcher verhindert wird, dass weiter Gas ausströmen kann, sollte man auf den Hammer kommen. Sehr positiv ist zudem das der Firing Pin und einige der Bedienelementen wie der Entspannhebel oder Schlittenfanghebel aus Stahl gefertigt sind und so der Haltbarkeit der Waffe beitragen.




Das Zerlegen der Waffe gestaltet sich kinderleicht. Nur bei der Federführungsstange ist ein wenig Fingerspitzengefühl erforderlich.







Um die Federführungsstange entfernen zu können, muss man diese bis nach vorne führen und gleichzeitig den Außenlauf samt Innenlauf entfernen. Dann kann man auch einfach die Federführungsstange entnehmen.







Das Hop Up kann über ein Einstellrädchen an der Hop Up Unit eingestellt werden und greift zudem sehr präzise. Auf die Präzision komme ich hingegen später nochmal kurz zu sprechen.




Zur Nozzelgruppe gibt es nicht viel zu sagen. Nicht besser, aber auch nicht schlechter als die Konkurrenz. Durch die etwas weitere Öffnung im Magazin und die weitere Öffnung im Nozzel strömt auch mehr Gas in die Waffe, was sich wiederum im Schussgefühl bemerkbar macht.




Die Abzugseinheit ist sehr stimmig eingestellt und nichts hakt oder kratzt. So stelle ich mir eine gute Werkseinstellung vor. Auch die verwendeten Materialien vermitteln einen stabilen und robusten Eindruck. WE hat sogar hier und da ein wenig Stahl verwendet. Das besondere an der Waffe ist zudem noch die passive Abzugssicherung. Diese verhindert das der Abzug nicht auslösen kann, solange sich der Schlitten nicht in seiner vollständig geschlossenen Position befindet. Erst nach Spannen der Waffe ist dies möglich.






Dabei drückt der Schlitten einen Hebel im Griffstück nach unten und unterbricht so die Verbindung vom Abzug zum Hahn. Erst wenn eine Kerbe im Schlitten über diesen Hebel liegt, wird die Verbindung wieder hergestellt. Diese Funktion wurde originalgetreu vom echten Vorbild übernommen, das, wie die Airsoft, keine manuelle Sicherung besitzt. Die Schlagstücksicherung wurde aber sinnvoller Weise nicht nachgebaut, das wäre dann doch zu viel Realismus ohne echte Funktion gewesen.





Schusstest und Schussfeeling:

Die Waffe ist für ihre Größe sehr präzise. Bedenkt man, das der Innenlauf nur wenige Zentimeter lang ist, so ist die Reichweite doch sehr gut für die Waffe.
Getestet wurde die Waffe mit Pro Tech Green Gas, ASG Open Blaster 0,25g Bio BBs bei einer Temperatur von ca. 23°C auf 8 Metern Indoor. Alle abgegebenen 15 Schuss lagen in einem Durchmesser von nur 8,2cm. Das Magazin kann mit einer Gasfüllung fast 2 Ladungen BBs verschießen.

Das Schussgefühl der Waffe ist doch überraschend knackig. Durch den kurzen Schlitten denkt man, dass die Waffe weniger Masse hat um so einen kräftigen Rückstoß aufzubauen. Man täuscht sich aber schnell. Die Waffe hat einen vergleichbaren Rückstoß wie KWA oder andere WE Pistolen und muss sich daher nicht hinter diesen verstecken. Ein weiterer sehr positiver Aspekt ist die Spritzigkeit und das knackige Gefühl beim Schuss. Der Schuss wirkt nicht träge oder verzögert, sondern wirkt sehr straff und ohne hakeln. Das kenne ich bis dato von anderen WE Pistolen so nicht. Für mich ein sehr positives Gefühl.


Pro- und Contra:

Pro:

+ sehr schön gearbeitete Oberflächen ohne Grate oder Lackeinschlüsse
+ fairer Preis für gute Leistung
+ extrem knackiger Rückstoß
+ funktionsfähige Hahnrast
+ gute Gaseffizienz
+ handlich, kompakt und laut


Contra:

- Lack platzt leider an viel beanspruchten Stellen zu schnell ab
- keine Markings, da keine Lizenzversion
- Zusammenbau kann am Anfang ein wenig wackelig von statten gehen
- Kimme leider ohne weiße Markierung



Fazit:

Eine Waffe die sehr schön gearbeitet wurde mit dem Auge für kleine Details und einem unbeschreiblich positiven Schussgefühl. Hier und da muss man jedoch ein wenig das Auge zudrücken, so zum Beispiel bei den fehlenden Markings, aber dafür ist die Waffe ein Arbeitstier. Kann ich die Waffe empfehlen? Für Spieler uneingeschränkt ja, für Sammler die ein Auge zudrücken können auch. WE hat das Design der Waffe zum großen Bruder verbessert und das rechne ich WE hoch an. Daher klare Kaufempfehlung für die kleine kompakte.










Mfg, FoxtrotWhiskey3


Ähnliche Themen

Lesezeichen: