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Elchinator Männlich

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Montag, 16. November 2009, 15:29

Ares EGLM für WE SCAR und Sniper.mk Granate

Einleitung

Gleich mit der Veröffentlichung des WE SCAR kam bei vielen Käufern der Wunsch auf, einen Granatwerfer zu montieren, wie er beim echten Vorbild auch verwendet wird. Von den am Markt erhältlichen Modellen paßte das von Star noch am Besten. Sowohl mechanisch, als auch in der Farbgebung. Das dachte man sich dann auch bei Ares und veröffentlichte eine eigene Baureihe für WE, die sich aber von den früheren Modellen kaum unterscheidet. So richtig konnte mir auch noch niemand erklären, wo jetzt genau der Unterschied liegt... ;)



Lieferumfang

Der Lieferumfang des EGLM ist schnell aufgezählt. Neben dem "Grundgerät" gibt es zwei Abzugseinheiten, jeweils für SCAR-L und SCAR-H. Das ist jetzt nicht unbedingt ein Indikator, daß es bald ein WE SCAR-H geben wird (wird es allerdings), sondern hängt damit zusammen, daß man diese Teile schon für das SCAR von Star mitgeliefert hatte. So läßt sich der Launcher auch weiterhin an AEGs montieren.

Eine Anleitung findet sich nicht, ist wegen der recht einfachen Bedienung aber auch nicht notwendig.

Bei der Sniper.mk Granate finden sich im Karton eine kurze, italienische Anleitung, sowie eine kleine Metallstange. Diese dient dazu, die Granate nach der Benutzung zu "entsperren". Mehr dazu unten.



Erster Eindruck

So frisch aus der Packung wirkt der Launcher erstaunlich klein. Aber das dicke Rohr läßt keinen Zweifel an der psychologischen Wirkung aufkommen!
Die Verarbeitung ist durchweg super, ohne Gußgraten oder störende Schrauben. Die Farbe ist nicht zu 100% identisch mit dem WE SCAR, aber das kann einem mit RS-Teilen auch passieren. Die Abweichung ist unter natürlichem Licht auch kaum zu erkennen, während es unter Kunstlicht deutliche Unterschiede gibt. Anscheinend ist das verwendete Plastik bei beiden Waffen auch anders gemischt.



Der Launcher wird mittels Schnellverschluß an der Picatinnyschiene am SCAR befestigt. Die Montage sitzt wirklich bombenfest und es besteht keine Gefahr, daß sich die Verbindung im Spiel unerwartet löst. Der Magazinschacht des SCAR wird nun zwar zum großen Teil verdeckt, der Magazinwechseln ist aber weiterhin problemlos möglich. Die Öffnungen sitzen sehr exakt übereinander und nicht etwa verkanntet. Mit 5 Kilo Gewicht ist das SCAR aber nun extrem frontlastig.



Die Granate ist zunächst einmal massiv und solide. Hat man sie das erste Mal in Hand, wirkt sie wie aus einem Stück gefertigt. Die schwarze Farbe ist nicht unbedingt realistisch, stört jetzt aber auch nicht, da es sich ja um eine "Patrone" handelt, die entweder in einer Tasche oder in der Waffe ist. Die Funktion ist da viel wichtiger als das Aussehen!

Das komplette Äußere besteht aus ziemlich dicken Aluminium, das Ventil dagegen aus Stahl.



Technik

Der Launcher ist im Grunde sehr simpel aufgebaut. Er besteht aus einem beweglichen Rohr, in das die Granate kommt und einer Abzugseinheit. Die "Zündung" der Granate erfolgt nicht über eine Feder (wie das z.B. bei den technisch ähnlichen Schrotflinten von Tanaka passiert), sondern direkt über einen Hebelmechanismus. Die Übersetzung des Hebels ist aber sehr stark und dürfte auch mit CO2-Granaten keine Probleme machen.



Eine weitere Funktion des Launchers ist eine federunterstützte Öffnung des Rohres, das am Ende nach links oder rechts abschwenkt und so das Laden vereinfacht. Die jeweils geladene Granate wird dabei vom Auswerfer festgehalten und so ausgeworfen. Man sollte also immer eine Hand unter der Öffnung haben, sonst fällt die Granate auf den Boden!



Der Granatwerfer läßt sich in drei Teile "feldmäßig" zerlegen. Das Rohr kann man abnehmen, wenn man den vorderen Riegel nach rechts schiebt und das Rohr vorne herauszieht. Dann kommt man leichter an die Führungsschiene, um diese z.B. zu säubern.
Die Abzugseinheit kann abgenommen werden, indem man den oberen Metallsplint herausdrückt.



Die Sniper.mk Granate entspricht technisch anderen Modellen auf dem Markt. Sie hat 12 Röhren, in die jeweils 9 BBs passen und einen Gastank im Heck. Über einen Druckknopf im Boden wird die Granate ausgelöst. Nach dem Abschuß muß der Gastank wieder geschlossen werden, in dem man die mitgelieferte Metallstange durch das Loch im Boden stößt. Dadurch wird das Ventil entsperrt. Alternativ kann man die Granate auch aufschrauben und die beiden Teile des Ventils von Hand trennen.

Die Granate verträgt alle Sorten Gas, bis hinauf zu CO2. Einen CO2-Adapter hat Sniper.mk bisher leider nicht im Angebot, denn das wäre noch eine tolle Ergänzung um noch etwas mehr Reichweite aus der Granate zu holen.


Funktionstests

Um die Granate zu laden, sollte man als erstes Gas einfüllen. Dies aus zwei Gründen - zum einen kann sich die Granate dann länger aufwärmen, was die Leistung verbessert. Zum anderen stellt man so sicher, daß das Ventil auch wirklich zu ist. Sonst kann es passieren, daß einem die 108 gerade eingefüllten BBs direkt wieder herausgeblasen werden... 8|

Ist der Gastank voll, geht es ans Befüllen der BB-Kammern. In jede Kammer passen genau 9 BBs, die von einem umlaufenden Gummiring gegen herausrollen gesichert werden. Der Gummiring dient nicht als Hop-Up, wie an manchen Stellen fälschlich behauptet wird.

Die Granate entspricht in ihrer Stärke den ursprünglichen Moskarts. Damit ist sie gut geeignet um Räume "zu säubern". Im Gegensatz dazu sind die aktuellen Madbull-Granaten zu stark, um auf kurze Entfernungen eingesetzt zu werden. Die Sniper.mk-Granate ist daher eine gute Ergänzung "nach unten", wenn das SCAR selbst zu stark wäre.

Die Stärke ist etwas schwieriger zu messen, weil es eben eine ganze "Kugelwolke" gibt, die ohnehin nicht durch die normalen Airsoft-Chronys geht. Mit meinem neuen Chrony und einem Trick bekommt man aber zumindest einen Eindruck. Dazu erst etwas Theorie.

Die Stärke von Gaswaffen kommt nicht aus dem Druckunterschied zwischen Magazin und Außenluft. Das kann jeder selbst ausprobieren - füllt mal ein GBB-Magazin "verkehrt herum", also das Magazin oben, die Gasflasche unten. Nun ist ausschließlich Gas unter hohem Druck im Magazin, aber es reicht nur für einen einzigen, schwachen Schuß. Entscheidend ist nämlich das flüssige Gas im Magazin!
Dieses verdampft beim Schuß und dehnt sich auf ein Vielfaches des ursprünglichen Volumens aus. Das ist es, was die Kugeln einer Gaswaffe wirklich antreibt! Spuckt die Waffe dagegen nur halbverdampftes Gas aus, geht viel Leistung verloren. Und genau das passiert bei einem Cooldown - oder auch, wenn man zu wenig Kugeln in die Granate geladen hat! Die Kugeln sind dann aus dem Lauf gepustet, bevor sich richtig Druck entwickeln konnte.

Daher ist es wichtig, für eine ausreichende Verdampfung zu sorgen. Bei der Granate geht das so - man stülpt einfach den abgeschnittenen Finger eines Gummihandschuhs über die Spitze. Der fliegt beim Schuß davon, hält aber das Gas so lange zurück, bis sich genügend Druck aufgebaut hat. Auf diese Weise kann man auch mit wenigen Kugeln schießen.
Ich habe in jeden "Lauf" nur eine BB geladen. Das so erzeugte "Geschoß" hatte ein Gewicht von etwa 3 Gramm und eine Geschwindigkeit von 38 m/s. Das ergibt eine Energie von über 2 Joule! Das kann man jetzt nicht linear auf 108 Kugeln hochrechnen, aber es gibt schon einen Eindruck von der Energie.



Die sinnvolle Reichweite der Granate liegt bei 10 bis 15 Metern, der minimale Abstand zum Gegner sollte wenigstens 3 Meter betragen. Damit ist die Granate ideal für's CQB. Für größere Entfernungen, wie zum Beispiel im Wald, ist sie weniger geeignet.

Wie oben gesehen, kann man die Reichweite nicht durch weniger Kugeln erhöhen. Besser ist es, verschiedene Kugelgewichte (0,12 / 0,2 / 0,25 Gramm) mischt und so eine stärkere Streuung in der Tiefe bewirkt. In der Breite liegt die Streuung bei ungefähr 30 Grad. Das bedeutet, auf eine Entfernung von 10 Metern überstreicht man eine Breite von 5 Metern.



Fazit

Über den spielerischen Sinn von Moscarts kann man lange debattieren. Unzweifelhaft eignen sie sich aber sehr gut, um vor der Erstürmung eines größeren Raumes die Gegner in die Deckung zu drängen. Ob man dafür zwei Kilo zusätzliches Gewicht die ganze Zeit mitschleppen will, bleibt ja jedem selbst überlassen. Alleine die optische Wirkung eines SCAR mit angebautem EGLM ist jedenfalls enorm!

Als reine Deko ist der Launcher aber fast zu schade. Durch die Vielzahl der mittlerweile erhältlichen 40mm-Granaten, hat man aber auch genügend spielerische Möglichkeiten, diesen sinnvoll einzusetzen.

Die Sniper.mk-Granate ist dann ein Beispiel, wie man den Einsatzbereich der Hauptwaffe vergrößern kann. Die Kugelwolke aus über 100 BBs deckt den Nahbereich sehr gut ab, um Räume zu säubern oder sich selbst Deckung zu verschaffen. Die Verarbeitung ist dabei so solide, daß alle erhältlichen Gassorten problemlos funktionieren.

Zusammen bilden beide eine tolle Erweiterung für das WE SCAR, die spielerisch neue Möglichkeiten bietet und optisch auch noch etwas hermacht!

Ein Video über das RS SCAR samt EGLM findet sich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=r_V2wvk2F…player_embedded

Und noch unser eigenes Video mit einer kurzen Übersicht:
http://www.weairsoft.de/videos/94-scareglm.html

Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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