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341

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:14

Öhm... ist das verhandelbar? Ich find zwar beide Ausdrücke auch unschön und verwende sie nicht/ selten, aber dafür extra Regeln anzupassen find ich schon arg fragwürdig.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Elchinator Männlich

Administrator

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Wohnort: Düsseldorf

342

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:19

Nein, die Forenregeln sind nicht verhandelbar. "Markierer" stand ja auch schon immer drin. Das gleiche Prinzip gilt aber auch für andere Verharmlosungen
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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Guzzi Razzer Männlich

Quatschtante

Beiträge: 5 971

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343

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:19

ist das verhandelbar?


Nein...

Hal Brown

Forenkenner

Beiträge: 1 256

Wohnort: Hülser Hill

344

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:20

Bravo!!! :good:


Denn "Knifte" bezeichnet ein Butterbrot, in manchen Regionen auch "Stulle" genannt.

Nicht umsonst heisst es im Volksmund:
Die Sonne schien ihm auf die Kniften,
da ging ihm die Sanella stiften.


"Markierer" geht sowieso gar nicht, wir haben mit Paintball nix zu tun.


Ein weiteres absolutes Unwort ist übrigens "Skirm"...
Statt dessen sollte man besser die Begriffe "Spiel" oder "OP" verwenden...
Motivation durch Entsetzen,
Lernen durch Schmerz




345

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:24

Es ist euer Forum. Ich find es geht zu weit, aber naja. Kann ich nix machen.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

346

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:25

Was heisst denn zu weit gehen, das hat einfach was mit Niveau zu tun...

347

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:27

Über Niveau könnte man viel zu lange streiten und es würde zu nichts führen :) Wie gesagt, ich verwende die Begriffe eh wenig bis garnicht (eher letzteres), daher tangiert mich das weniger. Ich mach mir allerdings immer etwas Sorgen, wenn Worte "verboten" werden. Aber wie gesagt, nicht so wichtig ;)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Elchinator Männlich

Administrator

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348

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:31

Ein "Verbot" ist ja auch nur deswegen notwendig, weil wir an solchen Stellen mit einer "Bitte" nicht weiterkommen...

Zu oft kommen dann nur überflüssige Diskussionen auf. Ich gehe ja auch nicht in Shorts und Sandaletten ins Fünf-Sterne-Restaurant und diskutiere mit dem Empfangschef darüber, warum ich diese Kleidung für angemessen halte. In Foren (nicht nur bei Airsoft) passiert genau das ständig.
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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Guzzi Razzer Männlich

Quatschtante

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349

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:33

Hier kann die Diskusion gerne weitergehen


Ein "Verbot" ist ja auch nur deswegen notwendig, weil wir an solchen Stellen mit einer "Bitte" nicht weiterkommen...


So sieht es aus....

350

Dienstag, 25. Mai 2010, 19:42

Wie gesagt, es ist mir nicht so wichtig, diese Wörter zu verwenden. Ich versteh's nicht und find's fragwürdig, aber damit muss ich leben :) Und wenn die Diskussion von vornherein sinnlos ist, wozu sie dann führen :) Nichts für ungut.
Trotzdem auf weitere gute Zusammenarbeit =D
Hier kommt noch ein kleiner Edit
Mein Unverständnis rührt wohl zum Teil daher, dass mir Knifte als "Jargon-" oder zumindest "Insider-"Begriff aus der Bundeswehr für Gewehre (oder waren's Schusswaffen im Allgemeinen?) bekannt war (der Begriff kam mir erst vor einigen Jahren das erste Mal unter die Augen, daher fragte ich nach) und ich entsprechend keinen wirklich großen Bedarf an "Niveau-Ausgleich" sehe.
Die Trennung zu Paintball (bzw. deren Neigung, sich von Airsoft abzugrenzen) kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen, da wir mehr oder weniger in die gleiche Gesetzeslage fallen und lieber zusammen arbeiten sollten, anstatt sich lieber böse Blicke zuzuwerfen.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Angelus« (25. Mai 2010, 19:48)


Elchinator Männlich

Administrator

Beiträge: 5 995

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351

Dienstag, 25. Mai 2010, 20:05

Ich habe nix gegen Paintballer. Jedenfalls nix, was auf Dauer hilft... :krank:

Die Abgrenzung zum Paintball hat schon ihre Berechtigung. Dort ist man für unser* Verständnis zu sehr bemüht, das Spiel wie eine harmlose Sportart aussehen zulassen. Das ist aber nur Selbstbetrug und Verharmlosung - meiner Meinung nach. Aber ich denke, das ganze Team tickt da ganz ähnlich.
Wir schießen auf Menschen, das ist zunächst einmal Fakt. Es gibt zwar auch andere Sportarten, in denen man einen Gegner direkt bekämpft (Fechten, Boxen, Kampfsporarten allgemein), aber bei allen ist das "Töten" abstrahiert worden. Bei Airsoft aber gerade nicht! Es geht ja darum, einen kriegerischen Konflikt so echt wie möglich nachzustellen, ohne daß dabei wirklich jemand getötet wird.
Wir tragen echte Uniformen, das gleiche Zeug, daß auch die Kerle im Irak oder Afghanistan anhaben. Wir haben die gleiche Ausrüstung (wenn nicht sogar eine bessere) und wir versuchen das Geschehen dort in spielerischer Weise nachzuahmen. Kurz - Airsoft orientiert sich, so weit es legal möglich ist, an der Realität.

Und dann eine Waffe als "Markierer" verharmlosen wollen? Das paßt nicht.

"Knifte" halte ich persönlich schon deshalb für ein Unwort da es a) etwas ganz anderes bedeutet (siehe Hals Beitrag) und b) zu sehr nach Kiddy-Sprache klingt. Wir tun uns keinen Gefallen damit, wenn wir solche Begriffe zulassen. Unsere GBBs sind zu gefährlich, um sie mit billigen Kirmes-Plastikerbsenwerfern in einen Topf werfen zu lassen.

(* Airsoft-Szene allgemein.)
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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352

Dienstag, 25. Mai 2010, 20:49

Die Abgrenzung zum Paintball hat schon ihre Berechtigung. Dort ist man für unser* Verständnis zu sehr bemüht, das Spiel wie eine harmlose Sportart aussehen zulassen. Das ist aber nur Selbstbetrug und Verharmlosung - meiner Meinung nach. Aber ich denke, das ganze Team tickt da ganz ähnlich
Ah es wäre nicht das erste Mal, dass ich mit meiner Denkweise nicht in eine Szene hineinpasse. Muss ich aber auch nicht ;)
Der Vorwurf Selbstbetrug wäre, so denke ich zumindest, auf die von dir angesprochenen Boxer, Fechter und Fussballspieler (zumindest wenn man die aztekischen Wurzeln des Spiels berücksichtigt) die ihre Tätigkeit als Sport bezeichnen, allerdings ebenso anwendbar (eine Diskussion, ob AS jetzt Sport ist oder nicht würde zu nichts führen, darum werd ich mich höchstens kursorisch an sowas beteiligen).
Außerdem: Was ist an (maßvoller) Verharmlosung auszusetzen? Klar, eine breitere soziale Akzeptanz würde mehr Nulpen in unser Hobby treiben. Andererseits hätten wir es leichter, Spielfelder zu finden und generell aus der Stigma-Nische, in der die Gamer immer noch ein bisschen hängen, heraus zu kommen.
Drittens, und ähnliches wird noch öfter in diesem Post folgen, denke ich nicht, dass die Airsoft-Gemeinde allgemein so denkt. Ein Teil? Mit Sicherheit. Ein großer Teil? Möglicherweise, wobei das in meinen Augen größtenteils von der Definition der Airsoft-Gemeinde abhängt.

Zitat

Wir schießen auf Menschen, das ist zunächst einmal Fakt. Es gibt zwar auch andere Sportarten, in denen man einen Gegner direkt bekämpft (Fechten, Boxen, Kampfsporarten allgemein), aber bei allen ist das "Töten" abstrahiert worden. Bei Airsoft aber gerade nicht! Es geht ja darum, einen kriegerischen Konflikt so echt wie möglich nachzustellen, ohne daß dabei wirklich jemand getötet wird.
Das wiederrum sehe ich anders. Beim Fechten schlagen, pieken und stechen Kontrahenten, die entsprechende Schutzkleidung tragen, mit einigermaßen echt aussehenden Repliken von Waffen aufeinander ein (und zwar, wenn man sich Fechtgesellschaften vergangener Jahrhunderte anschaut, nicht einmal so weit entfernt vom tödlichen Ernst). Im Airsoft schießen entsprechende Schutzkleidung tragende Kontrahenten mit einigermaßen echt aussehenden Repliken von Waffen aufeinander. Der Unterschied liegt hier, meiner Meinung und Erfahrung nach (es sei darauf hingeweisen, dass ich kein Anhänger von MilSim, Battle Display oder Reenactment bin - andere mögen das anders sehen) nicht darin, dass das eine abstrahierte Form des Tötens ist und die andere nicht, sondern höchstens im Maß der Abstrahierung.
Dass Airsoft eine möglichst realistische Darstellung eines kriegerischen Konflikts darstellen soll, halte ich für eine Verallgemeinerung und eine starke Übertreibung (und ich war noch nichtmal so haarspaltend, Spieler die Polizeieinheiten nachstellen mit einzubringen :D ). Das allerdings setzt meine Ansicht von "möglichst realistisch" (die meines Wissens auch noch illegal wäre, weil Tötungssimulation und so) voraus und ich erkenne an, dass die nicht jeder teilt.

Zitat

Wir tragen echte Uniformen, das gleiche Zeug, daß auch die Kerle im Irak oder Afghanistan anhaben. Wir haben die gleiche Ausrüstung (wenn nicht sogar eine bessere) und wir versuchen das Geschehen dort in spielerischer Weise nachzuahmen. Kurz - Airsoft orientiert sich, so weit es legal möglich ist, an der Realität.
Das ist bei weitem nicht für jeden Airsoftspieler der Fall, ob aus Zeit-, Geld- oder Enthusiasmusmangel sei mal dahin gestellt. Viele Teams, und davon nicht nur Kiddies, haben keine Ambitionen militärische Einheiten oder historische Schlachten nachzustellen (und sich hinterher über dasselbe in Filmen/ Videospielen aufregen... naja, aber das gehört hier nun wirklich nicht her - sollte übrigens auch kein Fingerzeig sein, kann mich nicht daran erinnern, das hier schon erlebt zu haben). Stattdessen liegt die Motivation, dieses Hobby auszuüben in einer Faszination für Waffen generell (wie bei mir), vielleicht auch im "sich cool fühlen" (was unter Umständen, sprich bei verantworungsvollem Umgang mit der Ausrüstung, für mich auch kein Problem darstellt), oder im Sich-Draußen-Bewegen-Und-Sich-Mit-Anderen-Messen-Wollen, etc., etc., etc.

Zitat

Und dann eine Waffe als "Markierer" verharmlosen wollen? Das paßt nicht.
Also sind Euphemismen das Problem? Dann aber bitte konsequent sein und auch "Nähmaschine", "Kugelschleuder" (oder auch nur Schleuder) usw. als verharmlosend untersagen.
Nicht dass ich das wirklich wollte, aber selektives Verbieten von Wörtern und zeitgleich andere Wörter, die dasselbe tun, zu erlauben ist, mit Verlaub, Heuchlerei.

Zitat

"Knifte" halte ich persönlich schon deshalb für ein Unwort da es a) etwas ganz anderes bedeutet (siehe Hals Beitrag) und b) zu sehr nach Kiddy-Sprache klingt. Wir tun uns keinen Gefallen damit, wenn wir solche Begriffe zulassen. Unsere GBBs sind zu gefährlich, um sie mit billigen Kirmes-Plastikerbsenwerfern in einen Topf werfen zu lassen.
Da wiederrum möchte ich den Edit meines letzten Posts entgegenhalten. Wenn Knifte auch in der Bundeswehr verwendet wird (und bisher habe ich nach kurzer Recherche keinen Grund, das nicht zu glauben - was Hals Aussage natürlich nicht widerlegt) ist der Begriff sogar weit weniger verharmlosend als andere akzeptierte Ausdrücke, da damit, wenn auch im Jargon, ein tatsächlich tödliches Gerät bezeichnet wird. Ob man den Bundeswehrsoldaten dann vorwerfen will, sie seien Kiddies, überlasse ich jedem selbst.

Aber bitte versteht mich hier nicht falsch, ich hab keinerlei Absicht hier Unfrieden zu stiften. Mir gefällt's hier viel zu sehr, unter anderem, weil man für gewöhnlich auch mal etwas kontroverser und mit konträreren Meinungen diskutieren darf, ohne gleich rausgeworfen zu werden :good: :we: :love:

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Elchinator Männlich

Administrator

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353

Dienstag, 25. Mai 2010, 21:36

Aber bitte versteht mich hier nicht falsch, ich hab keinerlei Absicht hier Unfrieden zu stiften. Mir gefällt's hier viel zu sehr, unter anderem, weil man für gewöhnlich auch mal etwas kontroverser und mit konträreren Meinungen diskutieren darf, ohne gleich rausgeworfen zu werden :good: :we: :love:

Keine Sorge, solche Diskussionen führen wir ja nun häufiger. Und da kann man durchaus auch unterschiedlicher Meinung sein. Meine Meinung ist ja auch nicht das Amen in der Kirche.

Wir müssen nur unterscheiden zwischen dem, was "Meinung" ist und dem, was wir hier vertreten. Wir können über Forenregeln diskutieren. Nur so lange sie bestehen, gelten sie auch!

Zitat

Außerdem: Was ist an (maßvoller) Verharmlosung auszusetzen? Klar, eine breitere soziale Akzeptanz würde mehr Nulpen in unser Hobby treiben. Andererseits hätten wir es leichter, Spielfelder zu finden und generell aus der Stigma-Nische, in der die Gamer immer noch ein bisschen hängen, heraus zu kommen.

Das ist ganz sicher so ein Punkt, wo sich die Geister scheiden... Es ist ein legitimer Ansatz, aber einer mit Gefahren. Wie weit muß man gehen, um akzeptiert zu werden? Wie sehr will ich mich selber verbiegen, damit Andersdenkende mich nicht verurteilen?

Bei Paintball ist man da sehr weit gegangen. Und in vorauseilendem Gehorsam sogar über das notwendige Maß hinaus. Mehr Akzeptanz hat das aber nicht gebracht, wie man am (eben noch abgewendeten) Paintballverbot letztes Jahr sehen konnte.

Sehen wir es realistisch - alles, was Schußwaffen betrifft, hat keine besonders hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Das kann man auch nicht ändern, in dem man neue Begriffe erfindet. Sonst wären Jäger längst eine hoch geachte Gruppe. Tatsächlich sind sie aber (wieder einmal) eher Geächtete. Da können Begriffskorrekturen, wie "schweißen" für "bluten" und "aufnehmen" für "abschießen", nichts daran ändern.

Wenn es also nichts bringt, warum dann der Aufwand?


Zitat

Das wiederrum sehe ich anders. Beim Fechten schlagen, pieken und stechen Kontrahenten, die entsprechende Schutzkleidung tragen, mit einigermaßen echt aussehenden Repliken von Waffen aufeinander ein [..]. Im Airsoft schießen entsprechende Schutzkleidung tragende Kontrahenten mit einigermaßen echt aussehenden Repliken von Waffen aufeinander. Der Unterschied liegt hier, meiner Meinung und Erfahrung nach [..] nicht darin, dass das eine abstrahierte Form des Tötens ist und die andere nicht, sondern höchstens im Maß der Abstrahierung.

DAS ist aber meiner Meinung nach der entscheidende Punkt - die nicht vorhandene bzw. geringe Abstrahierung. Sonst wäre ich ja auch kein Airsofter, sondern Schachspieler... ;)

Zitat

Dass Airsoft eine möglichst realistische Darstellung eines kriegerischen Konflikts darstellen soll, halte ich für eine Verallgemeinerung und eine starke Übertreibung (und ich war noch nichtmal so haarspaltend, Spieler die Polizeieinheiten nachstellen mit einzubringen :D ). Das allerdings setzt meine Ansicht von "möglichst realistisch" (die meines Wissens auch noch illegal wäre, weil Tötungssimulation und so) voraus und ich erkenne an, dass die nicht jeder teilt.

Zugegeben, Airsoft bewegt sich immer an der legalen Grenze entlang. Das ist schon bei der Joule-Regelung so, beim :f: und allem was dazu gehört auch. Es gibt keine andere Gattung freier Waffen, die sich so sehr in der Grauzone bewegt! Vielleicht macht das für viele auch erst den Reiz aus.

Zitat

Stattdessen liegt die Motivation, dieses Hobby auszuüben in einer Faszination für Waffen generell (wie bei mir)

Du triffst den Nagel auf dem Kopf - "Waffen", nicht "Dinge-die-sich-harmlos-anhören"... :D

Es mag sein, daß sich der Begriff "Knifte" mittlerweile auch bei den Wehrdienstleistenden durchgesetzt hat. Sicherlich nicht bei "der Bundeswehr" als solches. Da sehe ich dann eher ein strukturelles Problem, das auch durch die sechs Monate Wehrpflicht noch verschärft werden wird. Die Leute nehmen den Dienst nicht ernst. Wenn mir klar ist, daß ich im Ernstfall Leute damit töten muß, nenne ich es nicht "Knifte". Habe ich nie getan, werde ich auch nie tun. Es ist eine Waffe, sie kann verletzen und töten. Ich werde entsprechend vorsichtig mit ihr umgehen!

Eine "Knifte" schmeiße ich in die Ecke.
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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354

Dienstag, 25. Mai 2010, 23:46

Das ist ganz sicher so ein Punkt, wo sich die Geister scheiden... Es ist ein legitimer Ansatz, aber einer mit Gefahren. Wie weit muß man gehen, um akzeptiert zu werden? Wie sehr will ich mich selber verbiegen, damit Andersdenkende mich nicht verurteilen?

Bei Paintball ist man da sehr weit gegangen. Und in vorauseilendem Gehorsam sogar über das notwendige Maß hinaus. Mehr Akzeptanz hat das aber nicht gebracht, wie man am (eben noch abgewendeten) Paintballverbot letztes Jahr sehen konnte.

Sehen wir es realistisch - alles, was Schußwaffen betrifft, hat keine besonders hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Das kann man auch nicht ändern, in dem man neue Begriffe erfindet. Sonst wären Jäger längst eine hoch geachte Gruppe. Tatsächlich sind sie aber (wieder einmal) eher Geächtete. Da können Begriffskorrekturen, wie "schweißen" für "bluten" und "aufnehmen" für "abschießen", nichts daran ändern.

Wenn es also nichts bringt, warum dann der Aufwand?
Dass man sich nicht zu weit verbiegen sollte, um zu bekommen was man will, ist eine Meinung die ich teile. Wie so sehr sehr oft macht die Dosis das Gift.

Ich denke schon, dass Paintball eine höhere soziale Akzeptanz erlangt hat, als andere Dinge (unter anderem Airsoft). Allerdings nicht weit genug, um gegen die regelmäßige Verwendung als Sündenbock gefeit zu sein. Soziale Akzeptanz ist etwas, das viele, viele Jahre, nicht selten Jahrzehnte (und in weniger trivialen Fällen wie Hobbies auch mal Jahrhunderte) und harte Arbeit erfordert.
Wäre das Image von Paintball über die Jahre nicht etwas besser geworden, wäre das Verbot möglicherweise durchgekommen. Wäre das Image immer noch so schlecht, wären alle Berichte über diese Sportart reißerisch und subjektiv - nicht mehr nur manche.

Airsoft wird es da ohne Frage schwerer haben. Das liegt aber auch daran, dass wir darauf beharren, möglichst realistische Nachbildungen von echten Waffen zu haben. Die Akzeptanz dafür zu fördern ist ein Aufwand der, wie ich am Beispiel der Paintballer oder auch der Gamer (die trotz ihrer noch weit höheren Akzeptanz immer noch als Sündenbock dienen) sehe, doch etwas bringt. Irgendwer muss ihn nur betreiben.

Zitat

DAS ist aber meiner Meinung nach der entscheidende Punkt - die nicht vorhandene bzw. geringe Abstrahierung. Sonst wäre ich ja auch kein Airsofter, sondern Schachspieler... ;)
Nah das Maß der Abstrahierung von Krieg zu Airsoft ist aber doch eher Richtung tödliches Duell zu Fechten als Krieg zu Schach ;)

Zitat

Du triffst den Nagel auf dem Kopf - "Waffen", nicht "Dinge-die-sich-harmlos-anhören"... :D
Ich hab mich nie gegen den Begriff Waffe gewehrt (höhö Wortspiel), ganz im Gegenteil ;) (bezogen auf andere Foren). Aufgrund meines bereits dargelegten Bezugs zu Knifte (in einem der verlinkten Lexika übrigens Kniffte) hört sich Knifte für mich nicht wirklich harmlos an. Klingt Knifte für mich nach abgeschossenen Gliedmaßen, zerfetzten Leibern, Tod und Zerstörung? Nein. Gewehr tut das aber auch nicht.

Zitat

Es mag sein, daß sich der Begriff "Knifte" mittlerweile auch bei den Wehrdienstleistenden durchgesetzt hat. Sicherlich nicht bei "der Bundeswehr" als solches. Da sehe ich dann eher ein strukturelles Problem, das auch durch die sechs Monate Wehrpflicht noch verschärft werden wird. Die Leute nehmen den Dienst nicht ernst. Wenn mir klar ist, daß ich im Ernstfall Leute damit töten muß, nenne ich es nicht "Knifte". Habe ich nie getan, werde ich auch nie tun. Es ist eine Waffe, sie kann verletzen und töten. Ich werde entsprechend vorsichtig mit ihr umgehen!
Ich war nicht beim Bund, daher kann es gut sein, dass meine Informationen nicht akkurat genug sind, aber wenn Knifte, wie in einem der Links, eine "andere Bezeichnung für das ehemalige Standardgewehr G3 der Bundeswehr" ist, scheint mir das keine allzu neue Entwicklung zu sein.
Zu den letzten ein, zwei Sätzen: Ich kenn nichtmal den Namen der Zahl (und ich kenne verdammt hohe Zahlen ;)) der Leute die ich kenne, die einen etwas weniger ernsten Begriff für gefährliche Gegenstände nutzen (nicht nur auf Airsoft bezogen: Buttermesser, pocket rocket, eben auch Knifte, usw.) und trotzdem verantwortungsvoll damit umgehen. Das Problem ist, gewissermaßen im Umkehrschluss zu "Das kann man auch nicht ändern, in dem man neue Begriffe erfindet.", nicht der Begriff, sondern die Geisteshaltung. Und die ändert sich tatsächlich nicht nur, weil der Begriff anders ist - oder untersagt.

Zitat

Eine "Knifte" schmeiße ich in die Ecke.
Nach dem was ich hier heute gelernt hab, würd ich die eher verspeisen ;)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Elchinator Männlich

Administrator

Beiträge: 5 995

Wohnort: Düsseldorf

355

Dienstag, 25. Mai 2010, 23:57

Ok, um das mal - von meiner Seite - abzuschließen: Airsoft lebt einfach vom Realismus. Jeder Versuch, das in eine abstrakte Ecke zu drängen, ist zum Scheitern verurteilt. Verbogene Bettgestelle die Plastikerbsen verschießen, hätten keine Chance auf dem Markt. Dann kann man wirklich auch Markierer nehmen.

Bei den Begrifflichkeiten kann man natürlich flexibler sein, immerhin macht die Bezeichnung aus einer Airsoft kein Spielzeug. Aber wir wollen hier schon ganz deutlich zeigen, daß es eben ein Spielzeug für Erwachsene ist, keins für Kinder. Verharmlosende Begriffe weichen diese Einstellung auf. Vielleicht nur ein Bißchen. Aber wenn es um Waffen geht, halte ich das für gefährlich. WE steht auch für Trainingswaffen. Und im Training behandelt man eine Replik auch so, wie die echte. Immer!
Mit freundlichen Grüßen
Elchinator

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Beiträge: 208

Wohnort: Wipperfürth, Perle des Bergischen Landes

356

Dienstag, 25. Mai 2010, 23:59

Ich möchte nur mal eben dazwischenposten, dass ich es sehr angenehm finde, dass mit der neuen Forenregel auch solchem Unsinn wie "Markierer" Einhalt geboten wird, dafür schonmal vielen Dank!

Generell bin ich eigentlich gegen Wort-Verbote, aber es ist hier auch ein öffentliches Forum, in dem man ein gewisses Niveau halten sollte, das stimmt schon. Man kann ja auch nicht von jedem erwarten, dass er sämtliche regionalspezifischen Slang-Ausdrücke und Mundart-Modifikationen des Wortes "Waffe" kennt... :whistling:
"Mrs. Clinton, it seems that terrorists have snuck a snuke up your snizz"


357

Mittwoch, 26. Mai 2010, 00:01

Fine by me :)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

358

Mittwoch, 26. Mai 2010, 00:07

Schöne Diskussion, meinen Respekt an euch zwei. Hat echt Spaß gemacht, dass ganze mit zu verfolgen.

Lg Floyd




359

Mittwoch, 26. Mai 2010, 00:20

Mit mir darf man oft diskutieren, gern auch mehrere ;) Muss mich nur immer wieder zügeln und warten, bis jeder was gesagt hat, sonst wird's Chaos =D

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Beiträge: 310

Wohnort: Ehingen bei Ulm

360

Mittwoch, 26. Mai 2010, 10:26

Mal meinen Senf dazu, finde den Begriff "Knifte" einfach nur bescheuert... Danke für die Regel :thumbsup:

und absoluter AK-Fetischist... :love:

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